Enstehung
 unser Anliegen

 

 

 

 

 

Der Verein

Unsere Anliegen

  • Wir treten ein für den Schutz der Menschen an der Thur-und Aachtalachse vor immer stärkeren Emissionen.

  • Wir wehren uns gegen die Entwertung einer Kulturlandschaft durch eine neue Strassen-Achse, die Mehrverkehr brächte und Lebensräume zerschneiden und den öffentlichen Verkehr benachteiligen würde.
     
  • Wir wollen auch keine neuen Schnellstrassen-Anschlüsse mit hässlichen Lagerhäusern, Einkaufszentren im Grünen und Tankstellen-Shops, weil sie der Zersiedelung (“Limmattalisierung”) Vorschub leisten.  

  • Wir wehren uns gegen eine Entwertung lebendiger Ortskerne mit ihren Einkaufsmöglichkeiten

  • Wir treten dafür ein, dass der Entscheid des Thurgauer Stimmvolks vom 25. September 05, das eine durchgehende Schnellstrasse auf neuem Trassee ablehnte, auch durchgesetzt wird.

  • Wir unterstützen und koordinieren die örtlichen Interessen-gemeinschaften, machen Öffentlichkeitsarbeit und arbeiten mit anderen Organisationen zusammen.

Unsere Argumente gegen einen Neubau der Thurtalstrasse T14 alias BTS

  1. Nicht richtungsgetrennte Strassen für Tempo 100 sind als „Todesstrecken“ bekannt. Auf solchen zweispurigen Autostrassen (100 km/h) sind sechsmal mehr Todesopfer pro km zu beklagen als auf Hauptstrassen (80 km/h).

  2. Im seitlichen Abstand von rund einem Kilometer zur bestehenden Thurtalstrasse würde eine weitere Strasse gebaut. Das verbraucht Kulturland, verschandelt die Landschaft, zerschneidet Lebensräume und fördert die Zersiedlung. Denn es bleibt nicht bei dieser neuen Verkehrsachse; im Lauf der Jahre wuchern längs einer Hochleistungsstrasse Einkaufszentren, Fachmärkte, Tankstellenshops, Freizeitanlagen, Lagerhäuser, McDonalds usw.

  3. Eine neue, zusätzliche Strasse erhöht die Kapazität für den motorisierten Individualverkehr massiv. Folgen sind: zusätzlicher Transitverkehr durch das Thurtal (die BTS-Strecke ist gleich lang wie die A1 von Meggenhus bis Attikon – aber ohne Steigungen..), zusätzlicher Verkehr wird in die Stauzone Winterthur-Zürich geleitet. Zudem wird der auf der Thurtalachse vorbildlich ausgebaute öffentliche Verkehr direkt konkurrenziert. Solche Parallelausbauten von Strasse und Schiene widersprechen raumplanerischen Grundsätzen.

  4. Nicht anpassungsfähig: Der Neubau gemäß Richtplan erbringt den vollen verkehrlichen Nutzen erst, wenn die ganze Strecke erstellt ist. Einmal geplant, muss sie so auch fertig erstellt werden. Zukünftige Entwicklungen der Bevölkerung, der Wirtschaft, der Fahrzeugtechnik und der Finanzen können kaum berücksichtigt werden. Nicht so die Variante der Verbände!

  5. Der überwiegende Teil des Thurtal-Verkehrs ist Ziel-Quellverkehr und Binnenverkehr. Er bleibt damit auf der bisherigen Strasse und auf den Ortsdurchfahrten.

  6. Die bisherige Strasse bleibt bestehen; neu müssten für zwei Strassen Betrieb und Unterhalt finanziert werden.

  7. Den Kosten plus minus 800 Millionen steht ein unklarer Nutzen gegenüber: ein bescheidener Reisezeitgewinn: ein paar Minuten früher in der Stauzone Winterthur-Zürich… Eine Befragung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit zu den wichtigsten Standortfaktoren ergab 2002 folgendes Bild: 575 Unternehmer antworteten, davon 171 aus dem Oberthurgau. Für die Oberthurgauer kam „Erreichbarkeit von Zürich mit dem Auto“ erst auf Rang 17! Rang 1: Unternehmerfreundliche öffentliche Verwaltung, Rang 2 Steuerbelastung für Unternehmen.

  8. Unklar ist zurzeit, wie die BTS finanziert werden soll. Kommt sie ins Grundnetz, wäre dies Aufgabe des Bundes. Ein Neubau im Thurtal hätte jedoch mit Sicherheit keine Priorität! Bleibt sie im Ergänzungsnetz, müsste der Kanton ohne projektbezogene Unterstützung des Bundes die BTS selber berappen – zusammen mit den betroffenen Gemeinden.

  9. Am 25. September 2005 hat das Thurgauer Stimmvolk eine Schnellstrasse im Thurtal verworfen. Dieser grundsätzliche Entscheid gemäß der damaliger Botschaft des Regierungsrates wird mit der Neuauflage der Schnellstrasse Namen nicht respektiert.

Fazit: Unsere Strategie zum Individualverkehr bleibt:

vermeiden - verlagern – verträglicher machen

 

Variante der Umweltverbände

Kurzbeschreibtung der BTS Ausbau Variante (PDF)

Linienfürhung der BTS Ausbau Variante (PDF)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IG Aachtal - Pro Aachtal / Thurtal -